22. nationales Sprungmeeting Eppingen

Nationales Sprungmeeting Eppingen:

- EM-Norm im Dreisprung für Lisa Kramer vom LC Überlingen

- Hochspringer hadern mit ihren Höhen – das Meeting kommt für viele zu früh

Gleich im ersten Dreisprung-Wettbewerb des Tages gelang der 17-jährigen Lisa Kramer in ihrem letzten Versuch mit 12,76 Meter die Norm für die EM JU18 in Györ/Ungarn. Dritte in diesem Springen wurde die Eppingerin Olivia Tzschach (WU20) mit 12,20 Meter - und war mit ihrer Weite nach einer Knieverletzung „super zufrieden“.

Seit vielen Jahren bietet der Wettkampf in der Fachwerkstadt den nationalen Top-Athleten die besten Bedingungen zum Start in die Freiluftsaison. So auch für den Sieger des Männer Dreisprungs

Martin Jasper vom VfB Stuttgart mit 15,81 Meter im einzigen gültigen Versuch. Zwei weitere Springer von der LG Stadtwerke München erzielten noch Weiten über die 15-Meter-Marke. Der Lokalmatador Felix Mairhofer musste sich kurz zuvor verletzt abmelden, sehr zum Leidwesen der Zuschauer. Einen Doppelstart wagte Ruven Renz vom Turnverein Eppingen. Im Dreisprung verbesserte er sich um einen halben Meter auf 14,26 Meter, im Hochsprung wurde er Dritter.

Im Springen der männlichen U18 kam Neim Nguemning vom VfL Waiblingen der JU18-EM-Norm am nächsten – ihm fehlten nur 12 Zentimeter „nach Györ“.

Im Hochsprung lieferten sich „langjährige Eppinger Gäste“, Martin Günter (VfB Stuttgart) und Tobias Potye (LG Stadtwerke München), beide internationale Jugendmeister, einen spannenden Wettkampf. Aufgrund eines Flüchtigkeitsfehlers von Tobias bei 2,08 Meter gewann Martin den Männer Wettbewerb mit übersprungenen 2,16 Meter. Beide sind an den 2,20 Meter sehr knapp gescheitert.

Ganze zwei Zentimeter fehlten Anton Sobolewski von der LAC Quelle Fürth zur Europameisterschaftsnorm, Sharon Enow Abio (LAZ Ludwigsburg) fehlten drei Zentimeter. Zusammen mit Alisha Pawloski (LG Tuttlingen-Friedingen) versuchte sie sich an 1,76 Metern – aber das Quentchen Glück fehlte auch hier. Das Frauen-Springen gewann die Vorjahressiegerin Anne Klebsch (LAZ Ludwigsburg) mit 1,76 Meter. Auch sie wirkte beinahe schon „unglücklich“ über die Höhe.

Bei vielen Athleten stimmten die Anläufe schlicht noch nicht – was aber für den frühen Zeitpunkt „normal“ ist – im Vergleich zum Vorjahr lag das Meeting in Eppingen noch einmal gute zwei Wochen früher.

Mit Andreas Hoffmann hatten die Eppinger einen besonderen Zuschauer in ihren Reihen. Der Speerwerfer der MTG Mannheim, der bei seinem ersten Wettkampf des Jahres vor kurzem in Doha bereits die 90-Meter-Marke geknackt hatte, schaute unangekündigt auf einen Besuch in Eppingen vorbei und fand auch die familiäre Atmosphäre hier sehr gut. Er durfte dann auch bei einer Siegerehrung die Athleten etwas aufmuntern.

Ein großer Dank geht wie immer an all unsere Sponsoren, der Stadt Eppingen, und den vielen Helfern.

Ergebnisliste: Sprungmeeting 2018
Sprungmeeting-Eppingen_2018_Ergebnislist
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Bildergalerie: Hochsprung

Bildergalerie: Dreisprung

Startliste

Vorbericht

Eppingen ist am 12.Mai Veranstalter der Qualifikationsspringen Hochsprung und Dreisprung

Es dürfte wieder spannend werden, wenn sich die JU18, die U20 und die Aktiven zum Saisonauftakt beim traditionellen Sprungmeeting in Eppingen auf die „Jagd“ nach Höhen und Weiten und den begehrten Startplätzen für die diesjährigen internationalen (und nationalen) Meisterschaften machen. Zuvor wird der Bundeskader noch in Monte Gordo an der Technik feilen.

Hochsprung:

Berlin wäre für Anne Klebsch (U23), LAZ Ludwigsburg, das große Ziel. In Abwesenheit von Marie-Laurence Jungfleisch, die sich zeitgleich in Shanghai der internationalen Konkurrenz stellt, könnte sie sich mit 1,90 Meter als weitere Springerin aus Süddeutschland für die EM qualifizieren.

Für Tobias Potye von der LG Stadtwerke München, dem U20 Europameister 2013, sind 2,26 Meter gefordert. Gespannt sein dürfen wir, ob auch Mateusz Przybylko (TSV Bayer Leverkusen) wieder an vertrauter Stätte auf dem Kleinspielfeld des TV 1865 Eppingen an den Start geht. Mateusz gehört dem Olympiakader an und hat bei der Hallen-WM 2018 mit dem Bronzeplatz brilliert.

Für die Junioren-WM U20 liegt Bianca Stichling (TSG 1862 Weinheim), die deutsche U20-Hallenmeisterin 2018, mit einer Jahresbestleistung von 1,82 Meter nur 1 Zentimeter unter der geforderten Norm. Ihr männliches Pendant, Lucas Mihota (LG Stadtwerke München), der U18-Europameister von 2016, hat als Hallenbestleistung bereits 2,23 Meter stehen. Seine geforderte Norm liegt bei 2,16 Meter.

Für die EM JU18 wollen sich in Eppingen drei Mädels aus Baden-Württemberg empfehlen:

Sharon Enow Abio (LAZ Ludwigsburg) sprang vor einem Jahr bereits die geforderten 1,76 Meter.

Angela Förster (LG Region Karlsruhe) und Jara Ellinger (TSG Heilbronn) sind ihr auf den Fersen.

Dreisprung:

Mit der Lokal Matadorin Olivia Tzschach, BL 12,21 Meter und Mara Neininger (TG Schwenningen),

BL 12,22 Meter, treffen zwei Dreispringerinnen aus dem DLV Nachwuchskader 1 (U20) aufeinander.

Mit Felix Mairhofer (LG Region Karlsruhe) freuen wir uns auf einen weiteren Eppinger, der mit 15,70 Meter an 7.Stelle der Deutschen Bestenliste 2017 steht.

Die weiteren Meldungen für den Dreisprung stehen aktuell noch nicht zur Verfügung, aber wie die letzten Jahre auch werden sich in Kürze die Felder (über-)füllen.

Bereits am Vorabend feiert das Team-Hochspringen „Alte Garde“ sein Debüt. Teilnahmeberechtigt sind ehemalige und Noch-Hochspringerinnen und –springer ab 30 Jahre. Hier geht es nicht um einen leistungsorientierten Wettkampf (die Richtlinien für eine Aufnahme in die Bestenlisten werden aber eingehalten) vielmehr liegt der Spaß an unserer Disziplin an erster Stelle.

 

Einladung zum Team-Hochspringen der „Alten Garde“

 

Hallo an alle ehemaligen und Noch-Hochspringer der letzten 20 Jahre. Sicher erinnert ihr euch noch  gerne an die alten Zeiten, als wir in Eppingen das häufig erste Saison-Zusammentreffen des Wettkampfjahres feierten. Aber auch, wenn viele den Hochsprungstiefel mittlerweile an den sprichwörtlichen Nagel gehängt haben: Eppingen gibt es noch immer!

 

Und gleichermaßen habt ihr mit Sicherheit nicht vergessen, wie das Hochspringen funktioniert. Fragt ihr euch nicht auch manchmal, ob ihr es noch könnt? Vielleicht geht ihr ja auch ab und zu im Geheimen an einen Ort mit einer Hochsprungmatte und schafft euch Gewissheit über diese Frage?

 

Wie auch immer: Im Jahre 2018 bietet sich euch die Gelegenheit, diese Zeiten wieder aufleben zu lassen! Wo? Natürlich in Eppingen, blöde Frage...

 

Die Idee dazu kam uns interessanterweise genau an dem Wettkampf, den wir früher immer als das Saisonziel hatten, nämlich den Deutschen Meisterschaften. Wo sonst könnte man auf solche Ideen kommen, wenn nicht in einer dort gerade stattfindenden Regenpause. Geregnet hat es in Eppingen ja so gut wie nie, insofern gehen wir einfach mal davon aus, dass dies auch 2018 nicht anders sein wird, und deshalb wird dort kommendes Jahr das erste Team-Hochspringen der „Alten Garde“ stattfinden.

 

Alt ist in diesem Kontext übrigens Programm, denn teilnehmen dürft ihr nur, wenn ihr dazu mittlerweile alt (äh... natürlich weise) genug seid, de facto mindestens 30 Jahre alt. Weitere Beschränkungen gibt es natürlich nicht.

 

Wir wollen übrigens explizit keinen leistungsorientierten Wettkampf ausrichten, vielmehr ist uns wichtig, dass wir Spaß zusammen haben und uns anschließend zum Ratschen und Tratschen über die alten Zeiten zu einem Krug Bier oder ein Glas Wein zusammensetzen können. Wer will, kann natürlich trotzdem vorher den jeweiligen Altersklassen-Weltrekord verbessern...

 

Und damit alle Teams unabhängig von Alter und Können die gleichen Chancen auf den Siegerpokal haben, werden wir uns eine individuelle Umrechungsformel für jeden Teilnehmer ausdenken, so dass Alter und Geschlecht völlig egal sind, was uns auf folgende Regeln gebracht hat (unseren Dank auch an den Schöpfer der ursprünglichen Idee, Jörg Nowi aus Essing):

 

  • Ein Team besteht aus 3 Springern
  • In jedem Team müssen beide Geschlechter vertreten sein
  • Die Teams werden am Veranstaltungstag zufällig zusammengestellt, wäre ja langweilig wenn schon wieder alles vorher klar ist
  • Jedes Team hat zusammen 21 Sprünge, die in die Teamwertung eingehen können
  • Jeder Springer hat hingegen 9 Sprünge, die er in die Teamwertung einbringen darf, d.h. Hier ist Taktieren angesagt, denn 3x9 ist ja bekanntlich mehr als 21.
  • Wer seine Sprünge verbraucht hat, darf natürlich weiterspringen, die Sprünge zählen nur nicht mehr für das Team
  • Die Leistungen werden anhand der individuellen Umrechnungsformel zusammenaddiert und ergebene so die Teamwertung

 

Wir würden uns sehr freuen, wenn wir zu diesem bahnbrechenden Event möglichst viele Ehemalige  begrüßen dürften!

 

Andrea und Markus